Eine nette ÜberschriftAussetzung eines Umgangsverfahrens wegen Corona Pandemie

Die COVID-19 Pandemie kann ein wichtiger Grund im Sinne des § 21 Abs. 1 S. 1 FamFG sein, der die Aussetzung von Umgangsverfahren erlaubt.

Bei der Ausübung des richterlichen Ermessens sind die Umstände des Einzelfalls zu beachten. Hierzu zählt in Kindschaftssachen, für die das Vorrang- und Beschleunigungsgebot des § 155 FamFG gilt, neben dem Rechtsschutzinteresse des Antragstellers und der aktuell brisanten Lage sowie der zahlreichen Maßnahmen der Landesregierung zur Verhinderung der raschen Ausbreitung des Virus u.a., ob eine faktische Präjudizierung, etwa in Form eines Bindungsabbruchs oder einer Entfremdung zu erwarten ist. (AG Frankfurt, Az. 456 F 5080/20)