Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastung

Die Kosten eines Scheidungsverfahrens sind auch nach der aktuellen Gesetzeslage als außergewöhnliche Belastungen absatzbar. Das FG erkannte die Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastungen an – trotz der Neuregelung des § 33 Abs. 2 S. 4 EStG. Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren eines Scheidungsverfahrens fallen nach Auffassung des FG Köln nicht unter den Begriff der Prozesskosten. Dies ergäbe sich aus der für Scheidungsverfahren geltenden Verfahrensordnung und der Entstehungsgeschichte (FG Köln, Az.: 14 K 1861/15). Die Revision zum BFH wurde zugelassen.