Verdeckte Gewinnausschüttung ist keine Schenkung

Der verbilligte Verkauf eines Grundstücks durch eine GmbH an den Bruder eines Gesellschafters stellt keine freigiebige Zuwendung der Gesellschaft dar. Dementsprechend fällt keine Schenkungssteuer an.

Im Verhältnis einer Kapitalgesellschaft zu ihren Gesellschaftern bzw. diesen nahestehenden Personen könne es neben betrieblich veranlassten Rechtsbeziehungen lediglich (offene oder verdeckte) Gewinnausschüttungen oder Kapitalrückzahlungen geben. Für freigiebige Zuwendungen im Sinne des § 7 ErbStG bleibt nach Auffassung des FG Münster kein Raum, da Gewinnausschüttungen nicht freigiebig erfolgen, sondern auf dem Gesellschaftsverhältnis beruhen. (Az. 3 K 103/13 Erb). Die Revision wurde zugelassen und ist noch anhängig.